Prevo-Check®-Test München

Prevo-Check®-Bluttest in München – Ein innovativer Tumormarker-Test zur Früherkennung von HP-Virus-bedingten, sexuell übertragbaren Krebserkrankungen im Genital- und Mund-Rachen-Bereich von Mann und Frau

In Zeiten zunehmender Globalisierung und wachsender Unachtsamkeit beim Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern nehmen sexuell übertragbare Infektions- und Präkanzerosen (Krebsvorstufen) weltweit und damit auch in Deutschland seit einigen Jahren wieder deutlich zu.

Feigwarzen gehören dabei neben Herpes genitalis und Chlamydien zu den häufigsten sexuell übertragbaren Geschlechtskrankheiten (STD: sexually transmitted diseases).

Diese auch als Genitalwarzen, Condylomata accuminata oder Kondylome bezeichneten, bräunlich rot gefärbten und meist stecknadelkopf großen Knötchen im Genital- und Analbereich werden durch das humane Papillomavirus (HPV) hervorgerufen.

Humane Papillomaviren (HPV) werden vorwiegend durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, infiziertes Sperma, selten aber auch über gemeinsam benutzte Handtücher oder beim Baden mit infizierten Personen, auf den menschlichen Intimbereich oder Mund-Rachen-Bereich übertragen.

Beim Mann entstehen die sexuell übertragenen Warzen meist im Bereich von Penisschaft, Vorhaut, Harnröhre oder im Anal- und Enddarmbereich. Bei der Frau treten sie meist an den Schamlippen, am Scheideneingang, am After, im Enddarm oder am Gebärmutterhals auf.

Auch während der Geburt ist eine Mutter-Kind-Übertragung möglich und kann beim Neugeborenen zu Warzen im Genitalbereich, selten auch zu Kondylomen im Rachenraum führen.

Anhand des unterschiedlichen Erbgutes unterscheidet man bisher über 100 verschiedene HP-Virus-Subtypen, wobei die HP-Virustypen 6 und 11 in 90 Prozent der Fälle meist gutartige Feigwarzen erst Wochen oder Monate nach der eigentlichen Ansteckung hervorrufen.

Zur Diagnose von Feigwarzen wird der behandelnde Urologe oder Frauenarzt zunächst im Rahmen einer körperlichen Untersuchung den äußeren Genital- und Afterbereich genauer untersuchen. Findet der Urologe beim männlichen oder weiblichen Patienten im Rahmen der körperlichen Inspizierung Feigwarzen in der äußeren Genital- oder Afterregion, so ist dem Mann zu empfehlen, sich einer weiterführenden Enddarmspiegelung (Rektoskopie) beziehungsweise einer Harnröhren-Spiegelung (Meatoskopie) zu unterziehen, weil sich Genitalwarzen beim Mann auch im Enddarm und/oder in der Harnröhre unbemerkt ausbreiten können.

Bei Frauen untersucht der Frauenarzt (Gynäkologe) zusätzlich den Gebärmutterhals mithilfe eines Kolposkops (Spezialmikroskop), mit dem sich die Hautoberfläche des Gebärmutterhalses, optisch stark vergrößert, detailliert darstellen lässt.

Behandlung

Behandelt werden können Feigwarzen zum einen mit speziellen Lösungen (Podophyllotoxin) oder Cremes (Imiquimod, Interferon) oder sie werden durch Vereisung, Elektroresektion oder Lasertherapie (s. Lasertherapie) entfernt.

Aufgrund der Tatsache, dass aktuell keine Behandlungsmethode existiert, die eine vollständige Beseitigung der Papillomaviren (HPV) und damit eine völlige Heilung garantieren kann, raten Urologen und Frauenärzte dazu, dass an Feigwarzen erkrankte Patientinnen/Patienten sich im Anschluss an die Therapie regelmäßigen  Kontrolluntersuchungen unterziehen sollten.

Gewebeprobe entnehmen

Vor jeder Kondylombehandlung sollte aus dem Warzengewebe eine Gewebeprobe entnommen werden, um in einem pathologischen Fachlabor eine HPV-Subtypenanalyse erstellen zu können, weil die potentiell dort vorkommenden  Hochrisiko-Virustypen 16 und 18 beim Mann für die Entstehung von Peniskrebs und bei der Frau für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich gemacht werden.

Heilt eine Hochrisiko-HPV-Infektion vom Typ 16 oder 18 mit oder ohne Feigwarzenentstehung nicht vollständig aus, können sich aus den virusbefallenen Zellen im Laufe der Zeit Krebsvorstufen im Gebärmutterhals (Zervix)- und im Analbereich bei der Frau, im Penis- und im Analbereich beim Mann entwickeln.

Über die jährliche Krebsvorsorge können diese Krebsvorstufen entdeckt – und durch ihre frühzeitige Behandlung die Entstehung von Krebs verhindert werden.

Bei der Frau erfolgte bislang die Krebsfrüherkennung für Gebärmutterhalskrebs meist über den sogenannten PAP-Test, bei dem mit einem Watteträger Schleimhautzellen aus der Region des Gebärmutterhalses entnommen und unter dem Mikroskop auf krebsverdächtige Veränderungen untersucht  werden.

HPV-bedingte Krebserkrankungen betreffen aber nicht nur den Urogenitaltrakt. Infolge von Oralverkehr oder Schmierinfektionen können diese Viren auch im Mund-Rachen-Raum Schleimhautkrebs (Plattenepithelkarzinome) verursachen.

Schnelltest in München

Unsere urologische Privatpraxis in München bietet Ihnen mit dem Prevo-Check® einen neuen, innovativen Schnelltest zur Früherkennung von HPV-bedingtem Krebs (Karzinom) im Genital- und Mund-Rachenbereich an.

Für die Untersuchung wird durch eine winzige Punktion aus dem Ohrläppchen oder der Fingerkuppe ein Tropfen Blut gewonnen.

Der Schnelltest weist in diesem Blutstropfen hochspezifisch Serumantikörper gegen HPV16 nach, die in direktem Zusammenhang mit dem Vorliegen der bisher erläuterten Krebsvorstufen stehen.

Das Ergebnis erhalten Sie von uns situationsabhängig binnen weniger Minuten oder bei Ihrem nächsten Besuch in unserer Praxis.

Der Test hat eine Spezifität von fast 100 Prozent und zeigt somit nahezu keine falsch positiven Ergebnisse an.

Das bedeutet: positiv getestete Patienten sollten vom Urologen und Gynäkologen unbedingt auf HPV-bedingte Karzinome des Urogenitaltrakts untersucht werden und auf jeden Fall zum Ausschluss einer Präkanzerose oder eines Karzinoms zum HNO-Facharzt überwiesen werden.

Der Prevo-Check® lässt sich einfach und schnell durchführen und bietet Ihnen als Patient mehr Sicherheit durch Leitlinien-konforme Diagnostik.

Die Früherkennung ermöglicht schonende Therapieoptionen sowie eine deutlich verbesserte Prognose.

(Sollten sich bei einem Patienten bereits krebsverdächtige Schleimhautläsionen optisch nachweisen lassen, so sollte auch ein Zellabstrich beziehungsweise eine Bürstenbiopsie durchgeführt werden, um entsprechend weiterführende DNA Analysen ergänzend veranlassen zu können.)

Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten richten sich grundsätzlich an augenscheinlich gesunde und beschwerdefreie Personen.

Durch die Vorsorgeuntersuchung soll eine Krankheit oder ihre Vorstufe entdeckt werden, bevor sie Beschwerden auslöst.“

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

HPV-Impfung ! - Was gibt es zu beachten:

Mittlerweile existiert auch eine Impfung gegen Humane Papillom Viren, die insbesondere vor den beiden häufigsten Erregern – Virustyp 16 und 18 - schützt.

Dadurch können Krebsvorstufen und damit Krebs am Gebärmutterhals, der durch die beiden HPV-Typen ausgelöst wird, wirksam verhindert werden.

Da es schon beim ersten Sexualkontakt zur Infektion mit HPV kommen kann, erscheint es sinnvoll, Jugendliche bereits vor dem ersten Sexualverkehr zu impfen.

Die ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) hat deshalb die Empfehlung ausgesprochen, alle Mädchen im Alter zwischen 9 und 14 Jahren (spätestens jedoch bis zum 18. Geburtstag) generell gegen humane Papillomviren vom Typen 16 und 18 zu impfen.

Weil aber nicht jeder Geschlechtsverkehr zwangsläufig mit einer HPV-Infektion einhergeht, erscheint eine Impfung auch nach dem ersten Geschlechtsverkehr durchaus noch sinnvoll zu sein.

Bei Jungen wird eine Impfung bereits ab dem 9. Lebensjahr empfohlen, weil eine Impfung die Produktion von Antikörpern gegen HP-Viren anregt und damit je nach Impfpräparat die Entstehung von Genitalwarzen verhindern kann.

Auch in den Leitlinien für Ärzte zur Impfprävention HPV-assoziierter Tumorerkrankungen wird die Impfung bereits ab dem 9. Lebensjahr empfohlen.

Man kann davon ausgehen, dass nichtinfizierte Kinder und Jugendliche, die sich heutzutage vor dem ersten Geschlechtsverkehr gegen HPV 16 impfen lassen, auch viele Jahre später nicht mehr an HPV16-bedingten Krebserkrankungen im Genital- und Rachenraum erkranken werden